Bundesvereinigung Lebenshilfe für Menschen
mit geistiger Behinderung e.V.
Raiffeisenstr. 18, 35043 Marburg-Cappel
Tel.: 06421-49 10, Fax: 06421-49 167
E-Mail: bundesvereinigung@lebenshilfe.de
Internet: www.lebenshilfe.de
Die Bundesvereinigung Lebenshilfe setzt sich als eingetragener, gemeinnütziger Verein sowohl bundesweit als auch mit europäischer und weltweiter Vernetzung für die Belange von Menschen mit geistiger Behinderung und ihrer Familien ein.
Geprägt wird die Organisation durch die Zusammenarbeit der Selbsthilfe (Eltern, Angehörige, Menschen mit geistiger Behinderung) und von hauptamtlichen MitarbeiterInnen in Einrichtungen und Diensten. Sie engagiert sich für das uneingeschränkte Lebensrecht, für Menschenwürde, für soziale Integration und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Verbindend ist der Einsatz für eine individuelle, bedarfsgerechte Förderung, Unterstützung und Begleitung unabhängig von Art und Schwere einer Behinderung.
Bundesarbeitsgemeinschaft Ärzte für Menschen mit geistiger oder mehrfacher Behinderung e.V.
Notstr. 11, 98574 Schmalkalden
Tel.: 03683-64 3-0, Fax: 03683-64 3-13
E-Mail: verona.mau@blindeninstitut.de
Internet: www.blindeninstitut.de
Menschen mit geistiger Behinderung können erkranken wie andere Menschen auch, und sind dann auf eine gute medizinische Versorgung angewiesen. Dabei sollte berücksichtigt werden, dass geistige Behinderung häufig mit zusätzlichen gesundheitlichen Beeinträchtigungen, Krankheiten, Mehrfachbehinderungen und Erkrankungsrisiken verbunden ist. Bei der gesundheitlichen Versorgung dieser Bevölkerungsgruppe muss das Vorliegen mehrerer Erkrankungen (Multimorbidität) bei einem Patienten, und hier besonders das gehäufte Auftreten von psychiatrischen, neurologischen und orthopädischen Erkrankungen beachtet werden.
In Deutschland gibt es bislang zu wenig spezialisierte Angebote für gesundheitliche Versorgung von Menschen mit geistiger Behinderung. Die regionalen Unterschiede sind zudem sehr groß.
In vielen internationalen Erhebungen hat sich herausgestellt, dass ein Vernachlässigen der besonderen gesundheitlichen Bedürfnisse geistig behinderter Menschen erhebliche Risiken für diese Personengruppe in sich birgt. Normalisierte Lebensbedingungen für behinderte Menschen setzen spezielle Kompetenzen in der ambulanten Versorgung dieses Personenkreises voraus.
Vor diesem Hintergrund entstand anlässlich des Kongresses zur Behindertenmedizin 2001 in Kassel aus den bestehenden Süddeutschen und Norddeutschen Arbeitsgemeinschaften die Bundesarbeitsgemeinschaft "Ärzte für Menschen mit geistiger oder mehrfacher Behinderung", mit dem Ziel, die gesundheitliche Versorgung von Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung zu verbessern. In ihr haben sich Ärztinnen und Ärzte zusammengeschlossen, die schwerpunktmäßig für geistig oder mehrfach behinderte Menschen tätig sind oder an der Thematik interessiert sind.
Neben dem Ziel, sich für die gesundheitlichen Belange geistig oder mehrfach behinderter Menschen einzusetzen, vertritt die Bundesarbeitsgemeinschaft die besonderen berufspolitischen Belange ihrer Mitglieder.