Volltextsuche
 
 
 
 

Die Tagung

Grußwort von Herrn Robert Antretter, Vorsitzender der Bundesvereinigung Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung e.V.

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich möchte Sie ganz herzlich einladen, im Mai 2009 nach Potsdam zu kommen.

Die Bundesvereinigung Lebenshilfe veranstaltet, in Kooperation mit der Bundesarbeitsgemeinschaft Ärzte für Menschen mit geistiger oder mehrfacher Behinderung e.V., eine Fachtagung unter der Thematik „Gesundheit für’s Leben. Bessere medizinische Versorgung für Menschen mit geistiger Behinderung“.

Bereits vor sieben Jahren widmete sich die Lebenshilfe mit einem Kongress in Kassel der medizinischen und ärztlichen Versorgung von Menschen mit geistiger Behinderung. Nicht nur die Zusammenlegung der bestehenden Süddeutschen und Norddeutschen Arbeitsgemeinschaften in die Bundesarbeitsgemeinschaft „Ärzte für Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung“ war Ergebnis der Veranstaltung, sondern auch die Verabschiedung der Kasseler Erklärung, die eine Qualitätssteigerung der Gesundheitsversorgung für geistig behinderte Menschen in zahlreichen Bereichen fordert. Diese Kasseler Erklärung ist in vielen Punkten weiterhin aktuell – aber es gibt auch neue Entwicklungen, die wir auf der Fachtagung vorstellen und mit Ihnen diskutieren möchten. Daneben werden viele fachliche Themen aus verschiedenen Perspektiven praxisnah dargestellt.
nnte, wie ein unter zunehmendem n
In Potsdam wollen wir aber insbesondere auch die medizinischen und ärztlichen Fragen der Versorgung von Jugendlichen und älteren Menschen mit geistiger Behinderung aufgreifen und Impulse zur Verbesserung geben.

In Fachvorträgen von Medizinern, Therapeuten und Pflegenden, die geistig behinderte Menschen versorgen, werden beispielhafte Versorgungs- und Therapiemodelle vorgestellt. Dabei soll auch der Austausch zwischen Ärztinnen und Ärzten, Fachleuten aus der Behindertenhilfe wie auch Betroffenen und ihren Angehörigen gefördert werden.

Anknüpfend an die Kasseler Erklärung, die eine Anpassung der Honorierung aufwendiger medizinischer und ärztlicher Leistungen forderte, treten wir mit Gesundheitspolitik und Kostenträgern in Diskussion.

Damit stellt diese Fachtagung für alle an der medizinischen Versorgung Beteiligten eine herausragende Möglichkeit dar, sich fachlich weiterzubilden und am Erfahrungsaustausch teilzunehmen. Dazu lade ich Sie hiermit herzlich ein und bedanke mich allen, die zur Vorbereitung und Ausführung dieser interessanten und wegweisenden Veranstaltung beitragen.

Auch Ihnen, liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer, danke ich schon heute für Ihre engagierte Mitarbeit in Potsdam. Ich freue mich, wenn wir mit dieser Fachtagung einen weiteren Schritt zur so wichtigen Qualitätssteigerung der medizinischen Versorgung für Menschen mit geistiger Behinderung vorankommen.

Ihr Robert Antretter


 

Grußwort von Frau Verona Mau, Vorsitzende der BAG Ärzte für Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung e.V.

Sehr geehrte Damen und Herren,

„Gesundheit für`s Leben“ – ist Einladung, Herausforderung und Anspruch zugleich! Die Bundesarbeitsgemeinschaft „ Ärzte für Menschen mit geistiger oder mehrfacher Behinderung e.V.“ lädt Sie herzlich zur Fachtagung über Gesundheit und medizinische Versorgung von Menschen mit geistiger Behinderung ein. Gemeinsam mit der Bundesvereinigung Lebenshilfe konnte diese Tagung für den 15. und 16. Mai 2009 in Potsdam geplant und vorbereitet werden. Wir hoffen nicht nur auf ein interessantes Diskussionsforum, sondern wollen mit der Tagung auch Mut machen, nicht nachzulassen im Bemühen um eine gute medizinische Versorgung der Betroffenen.

Menschen mit geistiger Behinderung sind in besonderer Weise von Gesundheitsfragen betroffen. Die Häufung verschiedener Erkrankungen und Krankheitsrisiken, sowie Schwierigkeiten im Krankheitsverlauf und in der Bewältigung von Krankheit prägen das Leben betroffener Menschen. Das Thema verdient durchaus mehr Aufmerksamkeit.
Zwei Schwerpunkte werden im Rahmen der Tagung aufgegriffen:
Zunehmend mehr ältere Menschen mit geistiger Behinderung benötigen unsere Begleitung. Das Nebeneinander von behinderungsassoziierten Erkrankungen und Krankheitsbildern des betagten Menschen führt zu einer neuen Situation. Veränderte kognitive Funktionen und die Entwicklung von Demenzen stellen eine besondere Herausforderung für Ärzte und Begleitpersonen im Lebensalltag dar.
Wenn wir die gesundheitsbezogene Lebensqualität von Menschen mit geistiger Behinderung betrachten, so ist sie unter anderem wesentlich dadurch bestimmt, wie gut es behandelnden Ärzten, Pflegenden und weiteren Professionellen gelingt, mit spezifischem Fachwissen auf die besonderen Bedürfnisse jedes einzelnen Menschen einzugehen. Ob entsprechende Strukturen gegeben sind, Rahmenbedingungen für eine gute Gesundheitssorge, liegt zum großen Teil auch in Verantwortung von Politik und Krankenkassen. Der Übergang vom Jugendalter in das Erwachsenenalter ist durch Ablöseprozess und ein verändertes medizinisches Betreuungsangebot eine Phase mit besonderen Belastungen.
Beide Themenstränge werden in Vorträgen und Workshops von verschiedenen Seiten beleuchtet und ebenso werden uns Fragen mit gesundheitspolitischer Relevanz beschäftigen.

Ich freue mich, dass die Tagung in ihrer Ausgestaltung zur Vernetzung zwischen den verschiedenen Berufgruppen und Betroffenen einlädt, Grenzen reflektieren lässt und ausreichend Raum für Begegnung bietet.

Dank aussprechen möchte ich bereits an dieser Stelle der Bundesvereinigung Lebenshilfe. In Anknüpfung an den Kongress 2001 in Kassel, der mit dem Titel „Medizin für Menschen mit Behinderung – eine behinderte Medizin“ Fragen aufwarf, die heute nahezu unverändert gestellt werden müssen, ist in Kooperation mit der Bundesvereinigung Lebenshilfe nun erneut eine bedeutende Fachtagung zu Gesundheitsfragen bei Menschen mit geistiger Behinderung möglich.

Ich wünsche allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern zwei fachlich informative, interessante und anregende Tage in Potsdam.


Ihre Verona Mau 

 
 
 
 
BAG Ärzte für Menschen mit geistiger oder mehrfacher Behinderung
 
 
 
© 2007 - 2008 Bundesvereinigung Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung e. V. - 35043 Marburg, Raiffeisenstr. 18, E-Mail: Bundesvereinigung@Lebenshilfe.de